Suche


Suchergebnis

_ Mitmachen


Noch kein Konto?

_ Scan anschauen

_ Nachbarschaft

Legen Sie fest, ob die Mundart-Schreibung
(a) vereinfacht,
(b) in Dieth-Schreibung,
(c) wie in Hunziker (1877) gedruckt oder
(d) mit lautlich genauer Bezeichnung angezeigt werden soll.
ze, Präpos. und Adv., zu, erscheint in dreifacher Form: 1. ganz tonlos, fast durchweg gekürzt zu z’; — 2. als zu, mit dem Halbton, vor dem
bestimmten und unbestimmten Artikel, vor einigen Adjektiven und vor den meisten Pronominalformen; — 3. z’ und zu werden zue, so oft der Hauptton darauf fällt. Namentlich steht zue stets vor dem enklitischen persönlichen Pronomen. Dazu kommt dann das adverbiale zue = zuhin.
Wir lassen hier, an Schmeller anschliessend, die uns erreichbaren Anwendungen von z’ ( ze, zen) folgen; die Formen zu und zue verweisen wir unter besondere Artikel. Noch sei bemerkt, dass z’ vor folgendem Konsonant unverändert bleibt, mit Ausnahme von s, mit dem es in ein geschärftes z verschmilzt, und von sch, st, sp, vor denen es tsch lautet.
1. vor Ortsnamen: z’Arou, z’Bärn. — 2. vor örtlichen Appellativen: z’bärg und z’tal, z’land und z’wasser, z’ebner ärde; z’hus, in Miete; z’chile go, z’märt go; z’holz go, in den Wald gehen, um Holz zu suchen; z’acher go, pflügen gehen; z’acher si, am Pflügen sein; er ist z’alle lüfte, unbändig lebhaft; dagegen stets holleho zen alle lüfte oder holleho zun alle lüfte; — 3. z’chopfete, zu Häupten; z’fuessete, zu Füssen des im Bett Liegenden. wozrgäge (), gekürzt aus wozedrgäge, s. u. wo. 4. vor temporalen Appellativen, zunächst bei Bestimmung der Tages- und Essenszeiten: z’morge, z’nüni, z’mitag, z’obe, z’nacht. Dann z’mole, über die Essenszeiten (hingegen z’mol, zugleich, auf einmal). z’zitenum (), bisweilen (vgl. zu zite unter zu). — 5. vor anderen Substantiven: z’änd go; z’ore cho; z’hande nä; eine z’bode mache; öpis z’fade schlo; z’fride ( eine z’fride stelle, z’fride wärde, si z’fride gä), nie flektiert; z’grund go; z’rächt cho; z’nare wärde; öpis z’wunder aluege; z’alte tage cho; z’liecht go; z’red stelle; z’muet; z’tod falle; si z’tod lache oder si z’chrank lache; z’re springe (s. rech). — 6. Adverbialformen, gebildet mit Substantiven, Adjektiven und Adverbien: z’erster pots, zuerst, vgl. u. bot (auch nur z’erster); z’nüte, s. u. nüt; z’mits, in der Mitte; z’rings, oder z’ringselum (), oder z’ringletum (), im Kreis herum; zrugg, zurück ( zrugg ha, zurückhalten); z’säme (selten z’same), zusammen ( z’sämefare, vor Schrecken zusammenfahren; z’sämeg’heije, zusammenfallen; z’sämeha, verbündet sein, einig gehen; z’sämehebe, zusammenhalten; z’sämehänke, zusammenhängen, trans.; z’sämegä, trauen, vom Geistlichen; z’sämelüte, mit allen Glocken läuten; z’sämereise, zusammenfügen; z’sämeschwinde, in ein kleines Volumen schwinden; z’sämespore, durch Stampfen verderben; z’sämetälle, durch Steuern zusammenlegen); z’sämethaft oder z’samethaft, alles in allem; z’sant, nur in der Formel mit z’sant und einem Dativ ( mit z’sant allem, samt allem; mit z’sant em strou, samt dem Stroh; mit z’santere frou, samt einer Frau; mit z’santem! Interjektion „auch das noch!“); z’säntume () oder z’säntume (), überall; z’säntane, überall hin; z’wäg, s. u. wäg; z’wider, zuwider; z’traz, zum Trotz; z’wor (), zwar; z’unuz (), in nutzloser Weise; z’undrobsi, das Unterste zu oberst. — 7. mit einem Adj. im Dativ als Adv.: z’grächtem s. g’rächt; z’follem, vollständig; z’guetem, ernstlich; z’glichem uf, sich gegenseitig aufhebend. — 8. vor adverbialen Superlativen: z’erst, z’allererst, z’höchst, z’oberst obe, z’underst unde, z’letscht, z’nöchst, z’forderst for, z’änerst äne, z’hinderst hinde, z’innerst inne, z’usserst usse. s’best rede. — Auffallend sind Formeln wie er het z’am meste, er hat am meisten. — 9. vor Adj., das Übermass bezeichnend, wie im Schdsch.: z’fil, z’gross. Der Ton kann auf die Präp. geworfen werden: zue fil (), zue gross etc. — 10. vor der Ordnungszahl:
Ordnungszahl: z’zweut, z’drit, z’fiert etc. — 11. mit dem Dativ der Grundzahl, in distributivem Sinn: z’eise, z’zweüne, z’drüne, z’fierne, z’feüfe, z’sächse oder z’sächsne, z’sibne, z’achte. — 12. mit dativischen Infinitivformen, s. u. . Hinzuzufügen ist noch: es ist nümme z’sind (), es ist nicht mehr auszuhalten; z’ferziend, zu verzeihen. — 13. vor gewöhnlichen Infinitiven: ’s ist nüt z’lache; ’s ist schwär z’gloube etc. — 14. mit von Verben abgeleiteten Adverbialformen auf ig und ing: z’gunnigs mache (gekürzt z’gunnis mache) oder z’ungunnigs mache; ebenso z’gündlige oder z’ungündlige.

Die Kommentarfunktion ist angemeldeten Besucherinnen und Besuchern der Seite vorbehalten. Hier geht es zur Kontoeröffnung und hier zur Anmeldung.

Zu diesem Eintrag wurde noch kein Kommentar verfasst.