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ze, Präpos. und Adv., zu, erscheint in dreifacher Form: 1. ganz tonlos, fast durchweg gekürzt zu z’; — 2. als zu, mit dem Halbton, vor dem
bestimmten und unbestimmten Artikel, vor einigen Adjektiven und vor den meisten Pronominalformen; — 3. z’ und zu werden zue, so oft der Hauptton darauf fällt. Namentlich steht zue stets vor dem enklitischen persönlichen Pronomen. Dazu kommt dann das adverbiale zue = zuhin.
Wir lassen hier, an Gehe zu: SchmellerSchmeller anschliessend, die uns erreichbaren Anwendungen von z’ ( ze, zen) folgen; die Formen Gehe zu: zu zu und Gehe zu: zue zue verweisen wir unter besondere Artikel. Noch sei bemerkt, dass z’ vor folgendem Konsonant unverändert bleibt, mit Ausnahme von s, mit dem es in ein geschärftes z verschmilzt, und von sch, st, sp, vor denen es tsch lautet.
1. vor Ortsnamen: z’Arou, z’Bärn. — 2. vor örtlichen Appellativen: z’bärg und z’tal, z’land und z’wasser, z’ebner ärde; z’hus, in Miete; z’chile go, z’märt go; z’holz go, in den Wald gehen, um Holz zu suchen; z’acher go, pflügen gehen; z’acher si, am Pflügen sein; er ist z’alle lüfte, unbändig lebhaft; dagegen stets holleho zen alle lüfte oder holleho zun alle lüfte; — 3. z’chopfete, zu Häupten; z’fuessete, zu Füssen des im Bett Liegenden. wozrgäge (), gekürzt aus wozedrgäge, s. u. Gehe zu: wo wo. 4. vor temporalen Appellativen, zunächst bei Bestimmung der Tages- und Essenszeiten: z’morge, z’nüni, z’mitag, z’obe, z’nacht. Dann z’mole, über die Essenszeiten (hingegen z’mol, zugleich, auf einmal). z’zitenum (), bisweilen (vgl. zu zite unter Gehe zu: zu zu). — 5. vor anderen Substantiven: z’änd go; z’ore cho; z’hande nä; eine z’bode mache; öpis z’fade schlo; z’fride ( eine z’fride stelle, z’fride wärde, si z’fride gä), nie flektiert; z’grund go; z’rächt cho; z’nare wärde; öpis z’wunder aluege; z’alte tage cho; z’liecht go; z’red stelle; z’muet; z’tod falle; si z’tod lache oder si z’chrank lache; z’re springe (s. Gehe zu: rech rech). — 6. Adverbialformen, gebildet mit Substantiven, Adjektiven und Adverbien: z’erster pots, zuerst, vgl. u. Gehe zu: bot bot (auch nur z’erster); z’nüte, s. u. Gehe zu: nüt nüt; z’mits, in der Mitte; z’rings, oder z’ringselum (), oder z’ringletum (), im Kreis herum; zrugg, zurück ( zrugg ha, zurückhalten); z’säme (selten z’same), zusammen ( z’sämefare, vor Schrecken zusammenfahren; z’sämeg’heije, zusammenfallen; z’sämeha, verbündet sein, einig gehen; z’sämehebe, zusammenhalten; z’sämehänke, zusammenhängen, trans.; z’sämegä, trauen, vom Geistlichen; z’sämelüte, mit allen Glocken läuten; z’sämereise, zusammenfügen; z’sämeschwinde, in ein kleines Volumen schwinden; z’sämespore, durch Stampfen verderben; z’sämetälle, durch Steuern zusammenlegen); z’sämethaft oder z’samethaft, alles in allem; z’sant, nur in der Formel mit z’sant und einem Dativ ( mit z’sant allem, samt allem; mit z’sant em strou, samt dem Stroh; mit z’santere frou, samt einer Frau; mit z’santem! Interjektion „auch das noch!“); z’säntume () oder z’säntume (), überall; z’säntane, überall hin; z’wäg, s. u. Gehe zu: wäg wäg; z’wider, zuwider; z’traz, zum Trotz; z’wor (), zwar; z’unuz (), in nutzloser Weise; z’undrobsi, das Unterste zu oberst. — 7. mit einem Adj. im Dativ als Adv.: z’grächtem s. Gehe zu: g’rächt g’rächt; z’follem, vollständig; z’guetem, ernstlich; z’glichem uf, sich gegenseitig aufhebend. — 8. vor adverbialen Superlativen: z’erst, z’allererst, z’höchst, z’oberst obe, z’underst unde, z’letscht, z’nöchst, z’forderst for, z’änerst äne, z’hinderst hinde, z’innerst inne, z’usserst usse. s’best rede. — Auffallend sind Formeln wie er het z’am meste, er hat am meisten. — 9. vor Adj., das Übermass bezeichnend, wie im Schdsch.: z’fil, z’gross. Der Ton kann auf die Präp. geworfen werden: zue fil (), zue gross etc. — 10. vor der Ordnungszahl:
Ordnungszahl: z’zweut, z’drit, z’fiert etc. — 11. mit dem Dativ der Grundzahl, in distributivem Sinn: z’eise, z’zweüne, z’drüne, z’fierne, z’feüfe, z’sächse oder z’sächsne, z’sibne, z’achte. — 12. mit dativischen Infinitivformen, s. u. Gehe zu: nä . Hinzuzufügen ist noch: es ist nümme z’sind (), es ist nicht mehr auszuhalten; z’ferziend, zu verzeihen. — 13. vor gewöhnlichen Infinitiven: ’s ist nüt z’lache; ’s ist schwär z’gloube etc. — 14. mit von Verben abgeleiteten Adverbialformen auf ig und ing: z’gunnigs mache (gekürzt z’gunnis mache) oder z’ungunnigs mache; ebenso z’gündlige oder z’ungündlige.

Kommentare

[100039] Reinhold2
24.03.2020 13:48

z’ùndrobsì

durcheinander

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