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Legen Sie fest, ob die Mundart-Schreibung
(a) vereinfacht,
(b) in Dieth-Schreibung,
(c) wie in Hunziker (1877) gedruckt oder
(d) mit lautlich genauer Bezeichnung angezeigt werden soll.
suber (), Adj., süberer, süberist [Nebenform sufer, süferer, süferist], 1. rein, im Gegensatz zu schmutzig: sufer mache, waschen, fegen. ’s g’schir ist suber. — es subers hömli alegge, ein frisches Hemd anziehen. — 2. hübsch: es subers g’sichtli, es subers pürstli. Den Übergang des Begriffes von 1 zu 2 zeichnet der unter struffle angeführte Reim. — 3. übertragen, mit der Negation, „wem nicht zu trauen ist“: er ist nid de süberist, von einem bissigen Hund gesagt, von einem unzuverlässigen, rohen Menschen. er ist nid suber über ’s nierestuk, eigentlich „seine Nieren sind nicht vollkommen gesund“ = sein Charakter ist anrüchig. Adverbial es ist nid suber, der Sache ist nicht zu trauen. — 4. ironisch, wie das Schdsch. sauber: das ist mir en suberi g’schicht das! du bist mir en subere kärli du! — 5. alls suber, alli suber oder allsuber, alles, alle miteinander. Merkwürdig ist die parallele gleichbedeutende Doppelformel suber und rein und romanisierend suberäni () oder suferäni: er het alls suber und rein nog’gässe oder er het alls suberäni nog’gässe, er hat alles sauber und rein weggegessen. — usuber (), unsauber: usubers wäter, schmutziges Wetter. — süberli oder süberlig, 1. der Reinlichkeit beflissen, säuberlich. Beim Vorbeigehen an Personen, welche waschen, fegen etc. ruft man grüssend zu: süberli, süberli! Antwort: e chli! oder ’s macht si! — 2. Adv., süberli oder süberlig, bedächtig, sorgfältig, wie im Schdsch. fein säuberlich: süberlig mit öpisem umgo. — nume süberli! nur sachte! — usüberlig, unreinlich [Nebenformen süferlig, usüferlig]. — süberlig, der, ironisch „ein sauberer Kerl“. — sübere [ süfere], säubern, speziell absichtlich Steine, Holzstücke etc. von der Wiese entfernen. — si fersübere oder si fersüfere, von der Kuh gesagt, die Nachgeburt von sich geben.

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